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10 Feb
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Die Vereinigung für eine Starke Region bedauert, dass trotz Zustimmung zur Gesundheitsregion die Spitalfusion in der Stadt abgelehnt wurde

Die Bevölkerung beider Basel hat offenbar verstanden, dass wir von der regionalen Zusammenarbeit über Kantonsgrenzen
hinweg auch im Gesundheitsbereich profitieren, und hat deshalb der Realisierung einer Gesundheitsregion zugestimmt.

Bedauerlicherweise hat der Kanton Basel-Stadt jedoch die Fusion der universitären Spitäler, so wie sie seit 20 Jahren von der Starken Region gefordert wird, abgelehnt. Es scheint, als hätten die teilweise intensiv geschürten Ressentiments gegenüber dem Nachbarkanton einmal mehr die sachliche Diskussion überlagert. Hier sind nun diejenigen konstruktiven Kräfte in beiden Basel gefragt, die für regionale Zusammenarbeit einstehen.

Dieser bedauerliche Volksentscheid darf nicht dazu führen, die Spitzenmedizin und die damit verbundenen Behandlungsmöglichkeiten in Basel aufzugeben. Es gilt nun im Interesse der Patienten, der medizinischen Fakultät und der für die Life-Science-Industrie wichtigen klinischen Forschung eine sorgfältige Situationsanalyse durchzuführen. Darauf basierend muss eine neue der Partnerschaft und damit dem Volkswillen besser entsprechende Lösung erarbeitet werden.

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07 Jan
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Ja zu einer starken Gesundheitsregion – 2x Ja zum Unispital Nordwest und zur regionalen Gesundheitsversorgung

Am 10. Februar geht es um den wichtigen Entscheid über die regionale Gesundheitsversorgung sowie die Spitalfusion. Die Vereinigung für eine Starke Region, welche sich für die Interessen unserer Region einsetzt, hat dies bereits im Jahr 2000 gefordert. Auch wenn die nach 18 Jahren endlich vorliegende Lösung nicht perfekt ist, verdient sie unsere Unterstützung.  

Die Vereinigung für eine Starke Region Basel/Nordwestschweiz fordert seit vielen Jahren eine bessere und vertiefte Zusammenarbeit zwischen den vielen Akteuren im Gesundheitsraum unserer Region. Eine solche liegt nicht nur im Interesse der Patienten, sondern auch im Interesse der Prämien- und der Steuerzahler. Für die Life Science-Industrie und damit für unseren Wohlstand ist nicht nur eine starke Universität, sondern auch die medizinische Forschung im Spital von grösster Bedeutung. Dafür braucht es eine möglichst grosse Anzahl von Fällen und eine Bündelung der Ressourcen, so wie es die  Spitalfusion vorsieht. Die Ausgliederung der ambulanten Behandlungen auf das Bruderholz, wo Teile des bestehenden Spitals genutzt werden können, ermöglicht eine Konzentration und eine Optimierung der Arbeitsabläufe. Durch diese Effizienzsteigerung entstehen mittelfristig erhebliche Kosteneinsparungen. 

Eine optimale Lösung für den Gesundheitsraum Nordwestschweiz und insbesondere bikantonale Lösungen zu finden, ist quasi eine Quadratur des Zirkels. Es gilt ja auch die privaten Spitäler, welche eine wichtige Funktion erfüllen, angemessen einzubeziehen. Beim Kinderspital UKBB ist es – nach mehreren Anläufen – gelungen für die Trägerkantone aber auch für alle Beteiligten (Patienten, Eltern, Mitarbeiter) gute Lösungen zu finden. Dies müsste das Vorbild sein für die noch notwendigen Anpassungen der Verträge.

Selbst wenn an der von den Regierungen beider Basel vorgeschlagenen Lösung einige Kritik geübt werden kann, zeigt es sich, dass es im Moment keine bessere Variante gibt, um zu verhindern dass wir in Zukunft bei komplexen Krankheitsfällen in Zürich, Bern oder Genf behandelt werden müssen.

Der Staatsvertrag zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft betreffend Planung, Regulation und Aufsicht in der Gesundheitsversorgung zielt in die richtiger Richtung, ist aber in der vorliegenden Form vorwiegend eine Ergänzung zur Spitalfusion. Für einen einheitlichen Gesundheitsraum Nordwestschweiz, so wie er nötig wäre, fehlen die Kantone Aargau, Solothurn und Jura. Dies ist einem nächsten Schritt unbedingt zu korrigieren. 

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07 Jan
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Eine Starke Region braucht ein starkes Spital!

Die Schweizer Spitallandschaft ist mitten in einem grossen Strukturwandel: Die Finanzierung mittels Fallpauschalen heizt den Wettbewerb an, langfristig steht weniger Personal für mehr Patienten zur Verfügung, der Anteil mehrfacherkrankter Patienten wächst und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sinkt weiter. In diesem Umfeld beschliessen 2015 die beiden öffentlichen Spitäler in unserer Region, das Universitätsspital Basel (USB) und das Kantonsspital Baselland (KSBL), den Weg in die Zukunft gemeinsam zu gehen. Sie wollen aber nicht einfach Bestehendes zusammenlegen. Strukturanpassungen sind für sie zwingend: in Basel die Maximalversorgung, in Liestal die umfassende Grundversorgung, auf dem Bruderholz die Tagesklinik und die gesamte planbare Orthopädie der Spitalgruppe und in Laufen das ambulante Gesundheitszentrum. Mit der Strategie „4 Standorte, 1 System“ können so klare Profile zu Gunsten der Patienten und die notwendigen Synergien erzielt werden.

Endlich, ist man geneigt zu sagen! Fertig mit dem gegenseitigen Wettrüsten der beiden öffentlichen Spitäler. Wie für die Patienten verliert die Kantonsgrenze auch für die beiden Spitäler an Bedeutung. Hier gilt es regional zu denken. Gemeinsam erreicht man in der Region die Grösse, die es benötigt für eine Trennung der stationären und ambulanten Behandlungsketten, um die Abläufe optimal gestalten zu können. Gemeinsam erreicht man damit auch Fallzahlen, die auch ausserhalb der hochspezialisierten Medizin zum Mass aller Dinge werden. Das USB ist heute mit Abstand das kleinste der fünf Universitätsspitäler in der Schweiz. Nur mit mehr Patienten – also höheren Fallzahlen – kann ein Universitätsspital eine Spitzenmedizin leisten. Mit einem Universitätsspital Nordwest können die Fallzahlen von rund 35 000 auf über 60 000 Fälle angehoben werden. Ein wichtiger Schritt, um die Hochschulmedizin langfristig in der Region zu sichern und den Life-Science-Standort zu stärken.

Die Finanzierung des Spitals erfolgt durch Steuer- und Prämiengelder der Patientinnen und Patienten. Davon kommen rund 20‘000 aus Basel und rund 30‘000 aus Baselland. Ob Basel-Stadt mit einem 2/3-Anteil am Aktienkapital und mit Blick auf ein Milliarden-Investitionsvolumen am Standort Spitalstrasse Basel tatsächlich zu viel Risiko trägt, könnte vertieft werden. Und wenn die kritische Wettbewerbskommission nach monatelanger Prüfung zum Schluss kommt, auch mit Fusion sei der wirksame Wettbewerb in unserer Region sichergestellt, sind das aus liberaler Sicht erfreuliche Nachrichten.

Unsere Region jammert immer gerne, dass sie dem Rest der Schweiz egal sei und zu wenig Beachtung erhalte. Wir haben es nun in der Hand, mit einem „Ja“ zu beiden Staatsverträgen eine gute Ausgangslage zu schaffen, um unserer Spitalregion einen wichtigen Schritt vorwärts zu bringen und in der Spitalpolitik zu einem Taktgeber für die Schweiz zu werden – im Interesse einer starken Region Nordwestschweiz

Reto Wolf
Präsident der Vereinigung für eine Starke Region Basel / Nordwestschweiz

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07 Jan
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Petition «Ja zum Herzstück Basel. Jetzt.»

Am 7. November 2018 wurde die Petition «Ja zum Herzstück Basel. Jetzt.» von einem überparteilichen Komitee lanciert. Die Starke Region unterstützt zusammen mit 40 anderen regionalen Institutionen und Parteien diese Aktion mit Herzblut und bittet auch Sie, die Petition zu unterschreiben und somit ein starkes Signal an Bundesbern zu senden, dass unsere Region geschlossen hinter dem Herzstück Basel steht.

Sie können die Petition unter www.ja-zum-herzstueck.ch online unterzeichnen oder Unterschriftenbögen als PDF herunterladen.

Die Vereinigung für eine Starke Region Basel/Nordwestschweiz fordert seit Jahren eine grenzüberschreitende Verkehrspolitik. Sie setzt sich für das Herzstück Basel als unumgängliches Projekt für unsere Region und die ganze Schweiz und als das zentrale Vorhaben zur Vernetzung der regionalen und nationalen Bahnnetze im Raum Basel ein. Im Rahmen der Vernehmlassung der Bundesratsvorlage zum Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2035 haben wir den Bund aufgefordert, sämtliche Kosten für die Planungs- und Projektierungsphase für das Herzstück Basel zu übernehmen. Nach der Veröffentlichung der Botschaft des Bundesrates war die Starke Region enttäuscht über den Verzicht auf die Aufnahme der Projektierungskosten für das Herzstück Basel im Bahnausbauschritt 2035. In ihrer Medienmitteilung vom 1. November 2018 forderte die Starke Region die Mitglieder der Bundesversammlung auf, im Rahmen der Prüfung und des Beschlusses zur Vorlage des Bundesrates, die Projektierungskosten für das Herzstück Basel verbindlich in den Ausbauschritt 2035 aufzunehmen und damit seinen Projektierungsstopp zu verhindern.

Am vergangenen Mittwoch, 7. November, wurde die Petition «Ja zum Herzstück Basel. Jetzt.» von einem überparteilichen Komitee lanciert. Die Starke Region unterstützt zusammen mit 40 anderen regionalen Institutionen und Parteien diese Aktion des Petitionskomitees mit Herzblut. Wir wollen unsere Region sozial-, wirtschafts- und umweltgerecht weiterentwickeln. Voraussetzung dafür ist ein effizientes ÖV-Angebot. Die Region Basel wartet schon zu lange auf eine leistungsstarke S-Bahn und wir wollen nicht länger auf später vertröstet werden. Der Bundesrat übergeht beim geplanten Ausbau des Schweizer Schienennetzes den Grossraum Basel und hemmt damit die Entwicklung unserer Region. Für die zweitstärkste Wirtschaftsregion der Schweiz ist dies inakzeptabel. Wir bitten auch Sie, die Petition zu unterschreiben und damit ein starkes Signal an Bundesbern zu senden, dass unsere Region geschlossen hinter dem Herzstück Basel steht.

Das Petitionskomitee fordert eine attraktive regionale S-Bahn für die Menschen im Grossraum Basel als umwelttaugliche Lösung unserer Verkehrsprobleme. Die noch fehlende Schienenverbindung im Zentrum des Bahnknotens Basel ist essenziell für eine attraktive regionale S-Bahn. In anderen Schweizer Städten und Agglomerationen sind S-Bahn-Systeme mit Durchmesserlinien seit Jahren selbstverständlich. Von der Landesregierung erwartet das Komitee ein verbindliches Ja zum Herzstück Basel. Nur so lassen sich die S-Bahn-Linien der ganzen Region sinnvoll miteinander verknüpfen. Das Komitee verlangt dafür ausreichende Bundesmittel im aktuellen Ausbauprogramm der nationalen Bahninfrastruktur in Höhe von 120 Mio. Franken, um sicherzustellen, dass das Herzstück Basel ohne Unterbruch weiterbearbeitet werden kann.

Deshalb «Ja zum Herzstück Basel. Jetzt.» Sie können die Petition unter www.ja-zum-herzstueck.ch online unterzeichnen oder Unterschriftenbögen als PDF herunterladen.

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06 Jan
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Wiedervereinigung jetzt!

Es braucht mehr Mut in der Region: Mehr Mut zu unkonventionellen Entscheiden und mehr Mut zur Zusammenarbeit. Deshalb plädiert bz-Chefredaktor Patrick Marcolli im Wochenkommentar vom 5 Januar 2019 für eine Kantonsfusion. Jetzt erst recht.

Bravo Herr Marcolli! Die Starke Region fordert genau dies seit ihrer Gründung und bringt immer wieder den Mut auf, darauf hinzuweisen, dass in unserer kleinräumigen Region ein Kanton deutlich mehr Gewicht und Einfluss hätte. Dafür kämpfen wir weiter.

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