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24 Apr
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Die Vereinigung für eine Starke Region fordert vom Bund die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Bedeutung und Grösse der Region Basel beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

Die Vereinigung für eine starke Region Basel/Nordwestschweiz fordert in ihren Vernehmlassungen zum Programm Agglomerationsverkehr 3. Generation und zur Nationalstrassenfinanzierung, dass der Bund bei der Zuteilung seiner Finanzierungsmittel die wirtschaftliche Bedeutung und Grösse der Region Basel angemessen berücksichtigt und sich bezüglich Verbesserung der Verkehrssituation stärker verpflichtet.

Das Verkehrsaufkommen in der Schweiz ist insbesondere in den städtischen Agglomerationen ausgesprochen hoch. Dies führt zu wirtschaftsschädigenden Überlastungen sämtlicher vorhandenen Verkehrsinfrastrukturen. Mit Blick auf das wirtschaftliche Wachstum der Region und die Gateway Funktion der europäischen Nord-Süd Verbindung werden diese Probleme, in den kommenden Jahren nochmals deutlich zunehmen. Vor diesem Hintergrund zielen die vorgeschlagenen Ausbaupläne in die richtige Richtung.

Die Starke Region begrüsst die Aufnahme der zwei Infrastrukturprojekte der Region Basel – den Rheintunnel, sowie die Ausbaumassnahme Hagnau-Augst – in die Liste mit Realisierungshorizont 2030. Wir sind auch erfreut, dass mit dem Tram Claragraben und dem Zubringer Dornach / Aesch an die A18 zwei wichtige Projekte in die Liste mit A-Priorität des 3. Agglomerationsprogramms aufgenommen wurden. Mit Blick auf den Pharma-Cluster, das wirtschaftliche Wachstum, sowie die notwendige Entlastung des Birstals müssen die für die Region zentralen Projekte in den Vorlagen besser berücksichtigt und die entsprechende Bundesbeteiligung an der Finanzierung verbindlich zugesichert werden: Zubringer Bachgraben, Autobahnverbindung nach Delsberg mit Vollanschluss Aesch/Angenstein, Umfahrung Liestal und Anschluss Rheinfelden West. Zu prüfen wäre zudem die Aufnahme des Autobahnrings um Basel in den Netzbeschluss.

Die Starke Region wird die Entwicklung verfolgen und darauf achten, dass sowohl beim Strassen- als auch beim Schienenverkehr die Interessen der Region im Rahmen der Schweiz berücksichtigt werden.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Reto Wolf, Präsident, 079 331 57 80 zur Verfügung.

Medienmitteilung Starke Region Vernehmlassungen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

Stellungnahme Starke Region Basel Nationalstrassen 2020-2023

Stellungnahme Starke Region Basel 3. Agglomerationsprogramm

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10 Apr
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Rückblick: Veranstaltung zur Personenfreizügigkeit CH-EU, 9. April 2018

 

Wohlstandsgarant oder Problembringer? Gut besuchtes Podium der Starken Region und der Regio Basiliensis in Basel. 

55 Prozent der Schweizer Exporte gehen in die EU und 73 Prozent der Importe kommen aus der EU. Aufgrund dieser engen wirtschaftlichen Verflechtungen sind stabile Rahmenbedingungen und gute Beziehungen zur EU für die Schweizer Wirtschaft äusserst wichtig. Der bilaterale Weg ist dabei ein zentraler aber unsicherer Baustein. Seit Annahme der Masseneinwanderungsinitiative im 2014 ist das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU schwierig geworden. Mit der von der SVP angekündigten Begrenzungsinitiative rückt die Personenfreizügigkeit erneut ins Fadenkreuz der Politik.

Ist die Personenfreizügigkeit für unsere Region ein Wohlstandsgarant oder ein Problembringer? lautete der provokante Titel des Podiums, das die Regio Basiliensis und die Starke Region Basel/Nordwestschweiz am 9. April in Basel veranstaltet haben.

Dr. Kathrin Amacker, Präsidentin der Regio Basiliensis, betonte vor rund 110 Gästen, dass der unbürokratische Zugang für unsere Nachbarländer zum Schweizer Arbeitsmarkt, der weiterhin gesicherte EU-Marktzugang und ein umsichtiges Vorgehen bei der Personenfreizügigkeit wichtige Forderungen bei der Weiterentwicklung der bilateralen Verträge sind. Diese Verträge seien für die Schweizer Wirtschaft und insbesondere für die Region Basel zentral. Im Austausch mit EU-Parlamentariern in Brüssel habe sie kürzlich gehört, dass sich die Schweizer immer schnell als „klein“ bezeichnen, obwohl sie doch der drittgrösste Handelspartner der EU sind. Tatsächlich sei die Schweiz politisch klein, aber wirtschaftlich sei sie gross, resumierte Amacker. So übersteige der Jahresumsatz einiger Unternehmen den Schweizer Staatshaushalt deutlich. Um dieses Erfolgsmodell zu sichern, brauche es ein gutes institutionelles Rahmenabkommen, einen geeinten Auftritt von Politik und Wirtschaft und eine kluge Verhandlungsstrategie des Bundesrates.

Prof. Rolf Weder von der Universität Basel, Experte für Aussenwirtschaft und Europäische Integration, stellte in seinem Vortrag die Faktenlage klar: Integration erhöht den Wohlstand, hat jedoch interne Verteilungs- und Verdrängungseffekte zur Folge. Es gibt Verlierer und Gewinner innerhalb des Landes. Weiter zeigte er auf, dass bei einem Wegfall der Bilateralen I ein Rückgang des BIP pro Kopf um 1,5 bis 3,9 % zu erwarten ist. Damit legt er eine gute Grundlage für die anschliessende Diskussion unter der souveränen Leitung von Matthias Zehnder mit Vertretern aus Unternehmen und Politik.

Thomas Bösch, Leiter HR Switzerland von Novartis, machte deutlich, dass nur ein Drittel der Stellen mit Schweizern besetzt werden können, ein weiteres Drittel machten Grenzgänger aus, und noch einmal so viele seien in der Schweiz lebende Ausländer. Bösch kritisierte, dass in der Schweiz angesichts des hohen Fachkräftebedarfs zu wenige Spezialisten ausgebildet würden. Die Masseneinwanderungsinitiative und weitere Initiativen hätten dazu geführt, dass sich ausländische Arbeitskräfte plötzlich nicht mehr willkommen fühlten.

Elisabeth Schneider-Schneiter, CVP-Nationalrätin und Präsidentin Handelskammer beider Basel stellte klar, dass nicht nur Basler Pharmariesen auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen seien, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese hätten zudem einen hohen administrativen Aufwand bei der Suche nach geeigneten Arbeitskräften. Sie räumte ein, man habe in der Debatte um die Personenfreizügigkeit auch Fehler gemacht. Man habe dem subjektiven Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung aufgrund der Zuwanderung wie z.B. im Bereich Arbeitsmarkt keine Beachtung geschenkt, hier müsse entgegengewirkt werden.

Der baselstädtische Regierungsrat Christoph Brutschin betonte, dass die Schweiz insgesamt von den EU-Nachbarn profitiere. Sie sei auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen. Handlungsbedarf gebe es bei hochspezialisierten Fachkräften und auch bei weniger gut bezahlten Berufen, für die sich keine Schweizer Arbeitskräfte finden.

Kritisch sieht der Aargauer Nationalrat und Vize-Präsident von AUNS Luzi Stamm die Personenfreizügigkeit. Sie schade und der Missbrauch sei regelrecht institutionalisiert. Er will nur ausdrücklich gesuchte Arbeitnehmer und Saisonkräfte ins Land lassen. Alles andere halte er für „schädliche Zuwanderung“.

Reto Wolf, Präsident der Vereinigung für eine Starke Region Basel/Nordwestschweiz, betonte in seinem Schlusswort, dass eine starke regionale Wirtschaft auch künftig auf die Personenfreizügigkeit angewiesen ist. Dies gilt gerade in der Nordwestschweiz mit der trinationalen Metropolitanregion Basel. Die Akzeptanz der Personenfreizügigkeit zu erhöhen, bleibt darum eine wichtige Aufgabe.

RB_STARE_Medienmitteilung_Podium_9.4.2018

PresseechoRB_Podiumsdiskussion_Personenfreizuegigkeit_CH_EU_9Apr18

Einladung Podium Personenfreizuegigkeit CH-EU 09042018

 

 

 

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12 Mrz
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Bahnanschluss Euroairport (EAP) Basel-Mulhouse ist im Interesse der Schweiz

Der Bahnanschluss EAP Basel-Mulhouse ist ein für die Wirtschaftsregion Basel zentrales Projekt und wird seit Jahrzehnten gefordert. Daher ist dieses Projekt auch endlich im nächsten Bahnausbauschritt 2030/35 vorgesehen. Voraussetzung für die Realisierung dieses Projekts ist jedoch die Beteiligung des französischen Staates an der Finanzierung. Nun liegt ein Bericht der zuständigen französischen Behörden vor, welche grossen Infrastrukturmassnahmen in Frankreich in den nächsten 20 Jahren umgesetzt werden sollen. Das Projekt des Bahnanschlusses EAP Basel-Mulhouse ist nicht dabei.

Die Starke Region befürwortet seit Jahren den Schienenanschluss an den EuroAirport. In diesem Sinne hat Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter, Alt-Präsidentin der Starken Region Basel, eine Interpellation im Nationalrat eingereicht, um die Haltung des Bundesrates zu diesen Entwicklungen und die vorgesehenen weiteren Schritte zu prüfen.

https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20183097

18.3097 _ Bahnanschluss Euroairport (EAP) Basel-Mulhouse ist im Interesse der Schweiz _ Geschäft _ Das Schweizer Parlament

 

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12 Feb
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Starke Region begrüsst den nächsten Schritt bei der Realisierung der Gesundheitsregion

Die Vereinigung für eine starke Region Basel/Nordwestschweiz freut sich, dass die von ihr im schon im Jahre 2000 vorgeschlagene Gesundheitsregion und die Fusion der Spitäler beider Basel mit der Unterzeichnung der Staatsverträge vor der Realisierung steht.

Bereits im Jahr 2000 lancierte die Starke Region die Idee einer vertieften Zusammenarbeit der Nordwestschweizer Kantone im Gesundheitsbereich und den Zusammenschluss der öffentlichen Spitäler beider Basel. Es geht dabei einerseits um die Reduktion von Überkapazitäten, was zu einer deutlichen Dämpfung des Kostenwachstums in der ganzen Region führen kann, wenn die Zusammenarbeit konsequent intensiviert und auf die Kantone Aargau, Solothurn und Jura ausgedehnt wird, wie dies im Namen Universitätsspital Nordwest klar zum Ausdruck kommt. Andererseits entsteht durch den Zusammenschluss ein Spital, das sich bezüglich Grösse und Kompetenz mit den grossen universitären Kliniken in Zürich, Bern, Lausanne oder Genf messen kann. Dies ist wichtig, weil der Bund in Zukunft spezialisierte Behandlungen nur einzelnen Spitälern gestatten wird. Die Life-Science-Industrie, auf der unser Wohlstand basiert, ist interessiert, dass die besten Ärzte nach Basel kommen, damit möglichst in allen medizinischen Fachbereichen qualitativ hochstehend geforscht werden kann. Davon profitieren auch die Patienten, weil sie für komplexe Behandlungen nicht nach Zürich, Bern oder Genf gehen müssen.

Die Starke Region begrüsst auch, dass Anpassungen aus unserer Vernehmlassung vorgenommen wurden, u. A. bezüglich des Beteiligungsverhältnisses. Mit weiteren Korrekturen gegenüber dem ersten Entwurf ist es den beiden Regierungen gelungen, den Kritikern entgegenzukommen, ohne das Gesamtbild aus den Augen zu verlieren.

Die Starke Region fordert nun die Politik in beiden Basel auf, den Zusammenschluss ohne weitere Verzögerung zu konkretisieren.

Medienmitteilung Starke Region Staatsverträge Gesundheitsregion

Für Auskünfte:

Reto Wolf, Präsident, 079 331 57 80

Hans Rudolf Bachmann, Vorstandsmitglied, 079 958 15 08

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11 Feb
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Werkstatt der Handelskammer beider Basel «Hallo Bern, hier Basel – hörst Du mich?» am 20. März 2018, 18.00 Uhr in Basel (Kino Pathé Küchlin)

Gerne machen wir Sie auf die Werkstatt für erfolgreiches Lobbying in Bundesbern der Handelskammer beider Basel aufmerksam:

am Dienstag, 20. März 2018, 18.00 bis 20.00 Uhr

im Kino Pathé Küchlin, Steinenvorstadt 55, Basel

 

Die Werkstatt der Handelskammer beider Basel widmet sich dem Thema Lobbying und der Frage, wie die Region Basel in Bern ihre Interessen erfolgreich einbringen kann. In der „Werkstatt für ein erfolgreiches Lobbying in Bundesbern“ werden gemeinsam Handlungsempfehlungen entwickelt, wie die Region Basel in der nationalen Politik noch mehr Gewicht erhält.

Auf dem Podium werden sprechen:

Elisabeth Ackermann, Regierungspräsidentin Kanton Basel-Stadt

Elisabeth Scheider-Schneiter, Präsidentin Handelskammer beider Basel, Nationalrätin Baselland

Urs Bieri, Co-Leiter und Verwaltungsrat gfs.bern ag

Marcel Plattner, CEO Gebro Pharma AG, Präsident vips

 

Die Starke Region Basel ist Netzwerkpartnerin der Werkstatt.

Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der beigefügten Einladung mit folgendem Link:

2018 03 20 Einladung Werkstatt Basel Web

Der Anlass ist kostenlos

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