Die Vereinigung für eine starke Region Basel/Nordwestschweiz begrüsst in ihrer Vernehmlassungsantwort zum Kulturvertrag zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt, dass die beiden Kantone sich zu den guten kulturellen Rahmenbedingungen und einer nachhaltigen und fairen Finanzierung im gesamten Raum Basel bekennen. Auch wenn der Vertragsentwurf im Grundsatz zu begrüssen ist, gibt es im Detail noch Verbesserungspotenzial.

Die Vereinigung für eine starke Region Basel/Nordwestschweiz setzt sich seit ihrer Gründung vor nahezu 30 Jahren für die Förderung des regionalen Denkens und Handelns und für gemeinsame, grenzüberschreitende Lösungen und Regelungen ein. Sie hat sich auch stets für eine nachhaltige und faire Kulturfinanzierung in unserer Region engagiert.

Die Starke Region ist erfreut, dass die beiden Regierungen mit dem Entwurf des Kulturvertrags eine Vorlage unterbreiten, die es ermöglicht, die bewährte partnerschaftliche Zusammenarbeit im Kulturbereich auf eine neue und stabile Grundlage zu stellen. Für die unterstützten Institutionen, die langfristig planen müssen, ist eine nachhaltige Lösung, welche die finanzielle Vorhersehbarkeit verbessert, entscheidend.

Die Starke Region ist erfreut über die Feststellung, dass der Kanton Basel-Stadt kulturelle Zentrumsleistungen erbringt oder ermöglicht, von denen auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons Basel-Landschaft profitieren, verbunden mit der Zusage einer festen finanziellen Abgeltung dieser Zentrumsleistungen seitens des Kantons Basel-Landschaft. Zudem sind die Aufgabenentflechtung zwischen den beiden Kantonen, klare Kriterien für die Zweckbestimmung und die Mittelverwendung und zeitliche Sicherheit zu begrüssen.

Kritisch ist die Starke Region gegenüber der Höhe der finanziellen Abgeltung. Die Starke Region bedauert, dass der Beitrag des Kantons Basel-Landschaft nicht nur nach unten, sondern auch nach oben limitiert ist. Sie regt daher an, die Abgeltungsregelung so zu gestalten, dass eine höhere Abgeltung gilt, wenn die finanzielle Lage des Kantons Basel-Landschaft dies zulässt. Zudem sollte eine zusätzliche administrative Belastung der unterstützten Institutionen bei dem verlangten Nachweis der regionalen Ausstrahlung vermieden sowie eine klare Finanzierung der Besucherbefragungen definiert werden.

Angesichts der Bedeutung der grossen Kultureinrichtungen für den Wirtschaftsstandort und damit für die ganze Region verlangt die Starke Region von beiden Basel nicht nur ein klares Bekenntnis zu gemeinsamen Lösungen, sondern als mittelfristiges Ziel gemeinsame Trägerschaften beispielsweise beim Theater zu realisieren.

Für Auskünfte: Reto Wolf, Präsident, 079 331 57 80